Ko-soto-gari (kleine Aussensichel) 小外刈

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Ko-soto-gari (kleine Aussensichel) 小外刈

Gruppe: Nage-waza » Tachi-waza » Ashi-waza
Gokyo: 9. Wurf (Nikyo 2. Gruppe 1er Wurf)
DJB-Kyu: 6.Kyu (Gelb-Orange)

Beim Ko-soto-gari (kleine Aussensichel) bricht Tori Ukes Gleichgewicht nach hinten oder schräg rechts und sichelt Ukes Standbein an der Ferse von außen nach vorne weg.

Hinweise

  • Ärmel-Reversgriff in Ai-yotsu
  • Uke durch Tai-sabaki sowie Zug am Ärmel und Revers auf ein Bein stellen
  • Oberkörperkontakt mit Ukes Brust herstellen
  • von aussen die Fußsohle hinter Ukes Ferse setzen
  • Uke mit den Händen nach hinten und unten drücken
  • Ukes Fuß von außen wegsicheln

Kurzbeschreibung

Ko-soto-gari (kleine Aussensichel) 小外刈

Tori bricht zunächst das Gleichgewicht seines Partners, von diesem aus gesehen, nach rechts hinten, sichelt dann mit seinem linken Fuß Ukes rechten Fuß von hinten weg und wirft ihn nach hinten.
Tori muss dabei seinen rechten Fuß rechtwinklig zu Ukes rechtem Fuß stellen. Idealerweise schleift Toris linke Fußsohle beim Sicheln über die Matte under der große Zeh ist aufgerichtet, aber es ist auch möglich, den Fuß anzuwinkeln und mit der Fußsohle zu fegen.

Ausführung

Ko-soto-gari (kleine Aussensichel) 小外刈

Wurfbeschreibung

Ko-soto-gari (kleine Aussensichel) 小外刈

Tori und Uke haben beide in der natürlichen Stellung rechts (Migi-shizentai) gefasst.
Während er Uke dabei nach hinten schiebt, geht Tori zuerst mit dem linken und dann mit dem rechten Fuß vor und bleibt dann in der Verteidigungsstellung rechts (Migi-jigotai) stehen.
Uke geht so, wie er geschoben wird, zuerst mit dem rechten und dann mit dem linken Fuß zurück, bleibt dann stehen, versucht aber durch Gegendrücken in die ursprüngliche stabile Körperhaltung zurückzugelangen.
In diesem Moment zieht Tori seinen rechten Fuß zurück hinter seinen eigenen linken Fuß, beendet das Schieben mit der rechten Hand und zieht stattdessen damit, woraufhin Uke den linken Fuß vorsetzt und dann beginnt, mit dem rechten Fuß nach vorne zu gehen.
In diesem Moment nimmt Tori – während er weiter frontal zu Uke steht – den linken Ellenbogen nach innen, dreht das Handgelenk und zieht mit der linken Hand, so dass er Uke dazu zwingt, mit seinem rechten Fuß weit nach vorne zu gehen. In dem Augenblick, wo Uke dann sein Gewicht auf diesen Fuß bringt, drückt Tori mit der rechten Hand, während er damit eine leichte Hebezugbewegung macht, zieht mit der linken Hand nach schräg unten und bringt Uke nach hinten aus dem Gleichgewicht. Ukes Körpergewicht kommt auf die rechte Ferse und er verliert das Gleichgewicht.
Während Tori auf dem rechten Fuß steht, dreht er den linken Fuß und bringt die Fußsohle an Ukes rechte Ferse, zieht mit der linken Hand nach unten, drückt mit der rechten Hand, und sichelt Uke in Richtung von Ukes Zehenspitzen um.
Uke fällt auf der Stelle abrupt zu Boden mit dem Gesicht nach oben.

Wenn Tori Uke dazu bringt mit dem rechten Fuß weit nach vorne zu gehen, kann Uke nach hinten weniger Widerstand leisten. Es ist deshalb entscheidend – ohne diesen Moment zu verpassen – Uke mit beiden Händen nach hinten zu drücken und aus dem Gleichgewicht zu bringen und damit eine solche Wurfvorbereitung (Tsukuri) zu machen, dass Ukes Gewicht auf die rechte Ferse kommt, wird die Kontaktfläche von der Fußsohle zur Matte klein, so dass die Reibungskräfte gering sind, und es ist möglich, auf der Stelle abrupt zu sicheln. Wenn Uke nur unzureichend aus dem Gleichgewicht gebracht wird und die gesamte Fußsohle Kontakt zur Matte hat, kann umgekehrt nicht so leicht gesichelt werden.
Wenn Tori sich mit dem ganzen Körper nach rechts gedreht hat, ist es, um Ukes rechten Fuß richtig sicheln zu können, sehr wichtig, dass beide Füße Toris außerhalb der Verbindungslinie von Ukes Füßen (hinter Uke) positioniert sind.
Tori dreht die Fußsohle seinen linken Fußes und bringt das Fußgewölbe an Ukes rechte Ferse und sichelt – so, dass die Kleinzehseite in Richtung von Ukes Zehenspitzen über die Matte streift – wobei er Ukes Füße dabei leicht auseinander bringt.
Meistens wird erklärt, dass dabei das Fußgewölbe des linken Fußes an Ukes Ferse gebracht wird, aber in Wirklichkeit wird der vordere Bereich der Fußsohle an die Ferse gebracht. Insbesondere ist nämlich der subtile Einsatz der Zehenspitzen erforderlich, indem diese beim Sicheln eingehakt werden.
Die günstigste Gelegenheit zur Ausführung dieser Technik besteht dann, wenn Ukes rechter Fuß weit nach vorne gekommen ist und er sich in einer rechten Verteidigungsstellung (Migi-jigotai) befindet, oder in dem Augenblick, wo Uke – nachdem man eine Linkstechnik (z.B. Uchi-mata o.a.) angetäuscht hat – reagiert, indem er den rechten Fuß nach vorne setzt. Die Wurfausführung ähnelt dem De-ashi-barai.

Kombination

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Konter

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Weitere Inhalte

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2018-05-07T10:17:07+00:00