Ko-soto-gake (kleines äußeres Einhängen) 小外掛

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Ko-soto-gake (kleines äußeres Einhängen) 小外掛

Gruppe: Nage-waza » Tachi-waza » Ashi-waza
Gokyo: 17. Wurf (Sankyo 3. Gruppe 1er Wurf)
DJB-Kyu: 6.Kyu (Gelb-Orange)

Beim Ko-soto-gake (kleines äußeres Einhängen) bricht Tori Ukes Gleichgewicht nach hinten oder schräg rechts, hakt sich mit der linken Fußsohle von hinten an Ukes rechter Ferse ein und sichelt diese nach vorne oben weg.

Hinweise

  • Ärmel-Reversgriff in Ai-yotsu
  • Uke durch einen Schritt vorwärts und Zug mit den Händen auf seine rechte Ferse stellen

  • enger Kontakt mit der rechten Körperseite

  • Uke mit beiden Händen anheben und dann werfen

Kurzbeschreibung

Ko-soto-gake (kleines äußeres Einhängen) 小外掛

Tori bricht das Gleichgewicht seines Partners, von diesem aus gesehen, nach rechts hinten, hakt seinen linken Fuß hinter Ukes rechter Ferse ein und wirft ihn dann nach hinten.
Die Bewegung von Toris Händen muss flüssig, gleichmäßig und koordiniert mit den Bewegungen von Hüfte und Fuß erfolgen. Wenn Tori sein Bein beim Ansatz ein wenig anwinkelt, kann er mehr Kraft in den Wurf legen.
Diese Technik hat sich als eine Variation von Ko-soto-gari entwickelt, wird heute aber als eigenständige Wurftechnik angesehen.

Ausführung

Ko-soto-gake (kleines äußeres Einhängen) 小外掛

Wurfbeschreibung

Ko-soto-gake (kleines äußeres Einhängen) 小外掛

Tori und Uke haben beide in der natürlichen Stellung rechts (Migi-shizentai) gefasst.
Während er Uke dabei nach hinten schiebt, geht Tori zuerst mit dem linken und danach mit dem rechten Fuß vor und bleibt dann mit der rechten Körperseite zu Uke gewandt in der Verteidigungsstellung (Jigotai) stehen. Entsprechend des Drucks geht Uke zuerst mit dem rechten und danach mit dem linken Fuß zurück, bleibt dann stehen, erwidert den Druck und versucht in die ursprüngliche stabile Körperhaltung zurückzugelangen.
In diesem Moment beendet Tori seinen Druck mit der rechten Hand und zieht Ukes Gegendruck folgt stattdessen damit, woraufhin Uke mit dem linken Fuß nach vorne geht. Während Tori seinen Körper weiterhin frontal zu Uke lässt, bringt er – abgestimmt auf diese Bewegung – seine Hüfte in ausreichendem Maße nach unten, stellt seinen linken Fuß neben die Seite von Ukes rechtem Fuß, zieht den rechten Fuß in die Nähe der Ferse des linken Fußes heran, ändert die Aktionsrichtung der rechten Hand, mit der er gezogen hat, und macht damit in elliptischer Form eine Hebezugbewegung nach oben, um Uke so nach schräg rechts hinten aus dem Gleichgewicht zu bringen. Gleichzeitig zieht er die linke Hand an die linke Achsel heran und bringt Uke nach schräg rechts hinten aus dem Gleichgewicht. Dadurch kann Uke den nach vorne gekommenen linken Fuß nicht auf der Matte absetzen und sein Gewicht darauf bringen, so dass der Fuß frei in der Luft schwebt. Uke steht allein auf dem rechten Fuß und sein Gewicht ist komplett auf der rechten Ferse, so dass er gerade und steif wie ein Brett oder eine Stange aus dem Gleichgewicht gebracht wird.
Während Tori auf dem rechten Fuß steht, winkelt er das linke Bein leicht an und hakt die linke Fußsohle von hinten an Ukes rechtem äußeren Fußknöchel ein. Dann sichelt er mit dem linken Fuß nach oben und zieht bzw. drückt dabei gleichzeitig mit beiden Händen nach hinten und oben, so dass Uke nach hinten zu Boden fällt.
Uke wird – gerade und steif wie eine Stange, die man aus dem Boden zieht – nach oben gezogen und fällt in einer großen Bewegung nach hinten zu Boden.

Der entscheidende Punkt bei dieser Wurfausführung ist, das Herstellen der Wurfposition (Tsukuri) über Ukes rechte Ferse erfolgt, indem Tori in dem Moment wenn Uke – nachdem er zuvor nach hinten geschoben wurde – den Druck erwidert, Ukes Bewegung in geschickter Weise weiterführt.
Dafür ist es wichtig, dass Tori dann, wenn er Uke nach hinten schiebt, seinen rechten Fuß bis vor die Spitze von Ukes rechtem Fuß vorsetzt, damit Tori anschließend die erforderliche Körperbewegung (Tai-sabaki) machen kann.
Aus dieser Körperhaltung heraus zieht Tori nunmehr mit der rechten Hand, die zuvor gedrückt hatte, indem er – ohne den Bewegungsfluss in elliptischer Form ändert und damit eine Hebezugbewegung nach oben macht. Mit der linken Hand zieht er dabei Uke an sich heran und drückt damit dessen Ellenbogen nach oben.
Gleichzeitig setzt Tori – gerade, wenn Uke mit dem linken Fuß nach vorne kommt – seinen eigenen linken Fuß außen neben Ukes rechten Fuß und bringt Uke mit beiden Händen so nach hinten aus dem Gleichgewicht, dass dieser leicht von der Matte hochkommt. Auf diese Weise wird verhindert, dass Uke den nach vorne genommenen linken Fuß wieder auf die Matte absetzt, so dass er nur auf dem rechten Bein steht. Das heißt, Uke wird so für den Wurf vorbereitet (Tsukuri), dass er gerade und steif wie ein Brett in eine solche Körperhaltung kommt, aus der heraus er nichts mehr machen kann.
Dabei ist es entscheidend, dass der Einsatz beider Hände gleichzeitig erfolgt und mit der Körperbewegung (Tai-sabaki) koordiniert wird, die darin besteht, mit dem linken Fuß neben Uke zu gehen, um diesen aus dem Gleichgewicht zu bringen.
Das Einhaken von Toris linkem Fuß erfolgt in der Weise, dass dieser Fuß in ausreichendem Maße gedreht wird und dann der vordere Bereich der Fußsohle (konkret die Innenseite des linken Fußes in der Nähe des großen Zehs) von oben an Ukes rechtem äußeren Fußknöchel eingehakt und damit in engen Kontakt gebracht wird. Dies ist wichtig, um Uke dann damit nach oben ziehen und zu Boden werfen zu können.
Alternativ kann Tori zum Werfen auf die Ferse seines linken Fußes bei Uke einhaken.

Kombination

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Konter

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Weitere Inhalte

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2018-05-07T10:16:43+00:00