Ashi-guruma (Beinrad) 足車

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Ashi-guruma (Beinrad) 足車

Gruppe: Nage-waza » Tachi-waza » Ashi-waza
Gokyo: 20. Wurf (Sankyo – 3. Gruppe 4er Wurf)
DJB-Kyu: 1.Kyu (Braun)

Beim Ashi-guruma (Beinrad) wird das Gleichgewicht von Uke nach vorne gebrochen, indem man sein Bein sperrt un ihn über den Fixpunkt ein Rad schlagen lässt.

Hinweise

  • Ärmel-Kragengriff in Ai-yotsu
  • Tori dreht sich neben Uke, wodurch sein rechtes Bein als Sperre wirkt

  • Toris Körper bildet über dem Standbein eine Linie

  • Uke wird am Knie blockiert und mit Körperdrehung und Armzug über das Bein nach vorne geworfen

Kurzbeschreibung

Ashi-guruma (Beinrad) 足車

Nachdem Tori das Gleichgewicht seines Partners, von diesem aus gesehen, nach vorne rechts gebrochen hat, dreht Tori sich ein, streckt sein rechtes Bein über Ukes rechtes Knie und wirft ihn in einer großen Kreisförmigen Bewegung über dieses Bein.

Ausführung

Ashi-guruma (Beinrad) 足車

Wurfbeschreibung

Ashi-guruma (Beinrad) 足車

Tori und Uke haben beide in der natürlichen Stellung rechts (Migi-shizentai) gefasst.
Tori geht zuerst mit dem linken und dann mit dem rechten Fuß vor und schiebt Uke dabei. Uke reagiert, indem er so, wie er geschoben wird, zuerst mit dem rechten und dann mit dem linken Fuß zurück geht, und will dann mit dem rechten Fuß noch weiter zurück gehen.
In dem Augenblick, in dem Uke beginnt, mit dem rechten Fuß nach hinten zu gehen, verringert Tori den Abstand, indem er mit seinem vorne stehenden rechten Fuß noch weiter nach vorne hinein geht bis vor Ukes rechten Fuß.
Dann bringt er seinen linken Fuß kreisförmig hinter seinen eigenen rechten Fuß und dreht sich dabei mit dem ganzen Körper nach links, so dass er in rechter Seitwärtsposition steht, macht mit der rechten Hand eine Hebezugbewegung nach oben und zieht mit der linken Hand – den Ellenbogen dabei nach oben nehmend – nach links außen, so dass Uke schräg nach rechts vorne aus dem Gleichgewicht gebracht wird. Weil Uke sein Gewicht nicht mehr auf den nach hinten genommenen rechten Fuß bringen kann, kommt sein Gewicht auf die Spitzen beider Füße und er kommt von der Matte hoch aus dem Gleichgewicht.
In diesem Moment hebt Tori – während er dabei auf dem linken Fuß steht – sein rechtes bein und streckt es vor Ukes Körper, bringt den hinteren Bereich des rechten Fußgelenkes unterhalb von Ukes rechter Kniescheibe gegen dessen Bein und hindert Uke so daran, nach vorne zu gehen. Tori dreht seinen Körper nach links, setzt den Hebezug der rechten Hand fort, zieht mit der linken Hand schräg nach unten und wirft Uke mit dem rechten Fuß als Unterstützungspunkt.
Weil sein rechtes Knie kontrolliert wird, kann Uke den rechten Fuß nicht nach vorne setzen, und fällt so, als ob er nach vorne verdreht wird, in einer Rotationsbewegung zu Boden.

Das Wurfkonzept bei dieser Technik ist fast genau wie bei Hiza-guruma. Der Unterschied besteht darin, dass Tori bei Hiza-guruma die Fußshole seines linken Fußes gegen Ukes rechtes Knie hält und dieses damit blockiert, während er bei Ashi-guruma die Rückseite seines rechten Unterschenkels gegen Ukes Knie bringt. Zum Verständnis des Prnzips von Ashi-guruma ist also der Vergleich mit Hiza-guruma hilfreich.
Genau in dem Augenblick, in dem Uke den rechten Fuß nach hinten nimmt und sein Gewicht darauf bringen will, verringert Tori den Abstand, indem er nach vorne hinein geht, dreht gleichzeitig seinen Körper so, dass er in rechter Seitwärtsposition steht, und bringt Uke aus dem Gleichgewicht. Es ist entscheidend, dass Tori den richtigen Zeitpunkt für dieses Tsukuri zu spät und hat Uke sein Gewicht bereits auf den nach hinten genommenen rechten Fuß gebracht, dann kann Tori Uke nicht mehr aus dem Gleichgewicht bringen. Erfolgt es umgekehrt zu früh, dann kann Uke reagieren, indem er den rechten Fuß, den er eigentlich nach hinten nehmen wollte, nach vorne setzt und so wieder in eine stabile Position zurückgelangt.
Die Körper von Tori und Uke sind in einer solchen Position zueinander, dass die Hinterseite des rechten Fußgelenkes Kontakt mit dem Bereich unterhalb des rechten Knies hat, die Hüften aber auseinander sind.
Toris Halten mit dem rechten Fuß hat den Zweck, die Vorwärtsbewegung von Ukes rechtem Bein zu stoppen. Weil die Körper von Tori und Uke auseinander sind, ist es unmöglich für Tori, mit dem rechten Bein nach oben zu fegen, und es kommt lediglich zu einem Halten und Unterstützen.
Wenn Tori Uke – mit seinem rechten Bein als Achse – werfen will, ist es wirkungslos, wenn er nur mit Armkraft dreht und kreist. Tori muss vielmehr kreisen, drehen und werfen, indem er mit beiden Händen Ukes Körper steif wie ein Brett aus dem Gleichgewicht bringt, und dann mit dem rechten Fuß blockiert, mit der rechten Hand drückt und mit der linken Hand zieht. Diese Aktionen müssen gebündelt und koordiniert erfolgen.
Es gibt auch eine Variante mit einem etwas anderen Tai-sabaki von Tori:
Wenn Tori Uke für den Wurf vorbereitet (Tsukuri), setzt er in dem Augenblick, in dem Uke mit dem linken Fuß vor die Spitze von Ukes linkem Fuß und bringt Uke genau nach vorne aus dem Gleichgewicht, dreht sich in einer großen Bewegung auf dem linken Fuß und schwingt dabei das rechte Bein nach vorne hervor. Dann blockiert er mit dem rechten Fuß Ukes rechtes Knie.
Darüber hinaus gibt es auch die folgende Situation:
Wenn Uke eine Technik wie O-soto-gari oder Tai-otoshi ansetzt, diese aber keine Wirkung hat, und er deshalb den rechten Fuß zurücknimmt und in die Ausgangsposition zurückkehrt, dann setzt Tori genau in diesem Augenblick – während er Uke mit beiden Händen aus dem Gleichgewicht bringt – nach und kontert die gegnerische Technik mit Ashi-guruma, indem er mit dem rechten Fuß blockiert.

Kombination

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Konter

Ashi-guruma (Beinrad) 足車

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Weitere Inhalte

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2018-05-07T10:15:45+00:00