Project Description

Kurzbeschreibung O-soto-gari 大外刈 (große Außensichel)

Gokyo: Dai ikkyo (1. Gruppe 5er Wurf)
DJB-Kyu: 5.Kyu (Orange)

O-soto-gari (große Außensichel) wesentliche Merkmale:

  • Uke wird nach hinten oder schräg rechts (hinten) aus dem Gleichgewicht gebracht
  • Tori sichelt Ukes belastetes rechts (linkes) Bein durch das eigene rechte (linke) nach oben
  • Uke wird mit O-soto-gari nach hinten zu Boden geworfen

Wurfbeschreibung O-soto-gari 大外刈 (große Außensichel)

Tori und Uke haben beide in der natürlichen Stellung rechts (Migi-shizentai) gefasst. Während er Uke nach hinten schiebt, geht Tori zuerst mit dem linken und danach mit dem rechten Fuß vor und bleibt dann mit der rechten Körperseite zu Uke gewandt in der Verteidigungsstellung (Jigotai) stehen. Dabei bringt Tori seine rechte Hand gegen Ukes linke Schulter und drückt ihn damit nach hinten, so dass Uke nach hinten aus dem Gleichgewicht kommt.
Entsprechend des Drucks geht Uke zuerst mit dem rechten und danach mit dem linken Fuß zurück und bleibt dann stehen, wobei sein Gewicht dadurch, dass der Oberkörper gedrückt wird, auf den linken Fuß kommt. Er erwidert den Druck und versucht in die ursprüngliche stabile Körperhaltung zurück zu gelangen [Bild 1]
In diesem Moment beendet Tori das Drücken mit der rechten Hand und zieht stattdessen damit zu seiner eigenen Schulter, woraufhin Uke mit dem linken Fuß nach vorne kommt, während er den Druck erwidert. Tori bringt – abgestimmt auf diese Bewegung – seine Hüfte nach unten und setzt seinen linken Fuß nach vorne neben Ukes rechten Fuß [Bild 2]. Dann ändert er die Aktionsrichtung der rechten Hand, die gezogen hat, und macht damit eine Hebezugbewegung nach oben, wobei er damit eine elliptische Form beschreibt. Gleichzeitig zieht er die linke Hand an seine linke Hüfte heran, so dass Uke nach schräg rechts hinten aus dem Gleichgewicht gebracht wird. Weil Uke den nach vorne gekommenen linken Fuß nicht auf die Matte absetzen und demzufolge sein Gewicht nicht darauf bringen kann, sondern dieser Fuß von der Matte hochkommt und in der Luft schwebt, steht er nur auf dem rechten Bein. Ukes ganzes Körpergewicht kommt auf die Ferse des rechten Fußes und er kommt aufrecht und steif wie ein Brett aus dem Gleichgewicht [Bild 3].
Tori nimmt – während er auf dem linken Bein steht – das rechte Bein von der Matte hoch und schwingt es von außen weit hinter Ukes rechtem Bein nach oben [Bild 4], streckt die Fußspitze und die Zehen des rechten Fußes, bringt Spannung hinein, schwingt es dann nach unten, so dass seine rechte Kniekehle auf die rechte Kniekehle von Uke trifft [Bild 5], neigt den Oberkörper nach vorne, drückt Uke mit der rechten Hand nach hinten, zieht ihn mit der linken Hand an sich heran, sichelt kräftig nach hinten-oben und bringt Uke, von diesem aus gesehen, genau nach hinten zu Fall. Uke fällt mit einem starken Impuls weit nach hinten zu Boden, mit dem Geischt nach oben [Bild 6 / 7].