Nage-waza (Wurftechniken) sind Techniken, bei denen Uke aus seiner Ursprungsposition bzw. Stellung gebracht wird und durch den Einsatz einer Technik zu Boden befördert wird.

Sie werden in Tachi-waza (Standtechniken) und Sutemi-waza (Rückfallwürfe / Opfertechniken) unterteilt.

Die Tachi-waza werden weiter in Te-waza (Handtechniken), Koshi-waza (Hüfttechniken) und Ashi-waza (Fuß- und Beintechniken) unterteilt, Sutemi-waza in Ma-sutemi-waza (Gerade Rückallwürfe) und Yoko-sutemi-waza (Seitliche Rückfallwürfe).

Unterteilung nach Gokyo
Neben der bereits oben genannten Unterteilung, gibt es noch die Unterteilung der einzelnen Wurftechniken nach der Gokyō 五教 (fünf Lehren), darin enthalten sind die klassischen 40 Wurftechniken des Judo (fünf Gruppen mit je acht Würfen). Desweiteren sind in der Liste Würfe aus der ursprünglichen Gokyo von 1895 (Habukareta Waza) enthalten. So wie 19 Wurftechniken die neu benannt wurden (Shinmeisho No Waza).

Bei allen Wurftechniken kommt Hand, Fuß bzw. Bein und Hüfte zu Einsatz, aus Gründen der Zweckmäßigkeit wurde diese Einteilung vorgenommen, bei der die Bezeichnung von dem Körperteil abgeleitet wurde, dessen Funktion jeweils stark ins Auge fällt bzw. die Hauptrolle spielt.

Nage-waza
(Wurftechniken)
Tachi-waza
(Standtechniken)
Sutemi-waza
(Opfertechniken)
Ashi-waza
(Fußtechniken)
Koshi-waza
(Hüftwürfe)
Te-waza
(Handtechniken)
Ma-sutemi-waza
(Rückfallwürfe)
Yoko-sutemi-waza
(seitl. Rückfallwürfe)